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 Ausgabe Nr. 32
   

10-Ball Open: Ein verdienter Sieger

10 ball open 300

In diesem Jahr richtete der BC Colours Düsseldorf erstmals ein Osterturnier aus. Ostersamstag und Ostersonntag hatten 48 Teilnehmer die Möglichkeit einen Teil der Ostertage mit Billard zu verbringen.

Gebrauch machten davon „nur“ 47 Leute. Die Organisatoren des recht kurzfristig anberaumten Turniers hatten mit reichlich AbGT2015 300sagen zu kämpfen, schafften es aber dennoch, dass die 1. 10-Ball Open fast ausgebucht waren. Und das Teilnehmerfeld konnte sich durchaus sehen lassen. Mehrere ehemalige und aktuelle Bundesligaspieler hatten teilweise schon frühzeitig ihr Kommen angekündigt.

Karlo Dalmatin (PBC Schwerte), Stefan Nölle, Marco Litwak (beide BSV Wuppertal), Klaudio Kerec (BC Oberhausen), Martin Steinlage (1. PBC Neuwerk), Florian Scholl (PBC Schwarz-Weiß Kohlscheid) waren einige der klangvollen Namen, die dem BC Colours mit ihrer Teilnahme die Ehre erwiesen. Selbstredend gehörten diese Spieler auch zum engeren Favoritenkreis auf den Sieg und auf den Gewinn von 630 Punkten für die GT2015.

Das Turnier wurde nicht im traditionellen Format – also im Doppel-K.o.-System – sondern in Gruppen gespielt. Dieses Format wird immer beliebter, da es den Spielern eine bestimmte Anzahl an Spielen garantiert. Die Gruppen A und B wurden um 11:00 Uhr bzw. 18:00 Uhr gestartet. Jeweils 24 Spieler wurden in sechser Gruppen gelost. Die drei Erstplatzierten durften am folgenden Tag wiederkommen und in einer Zwischenrunde die Viertelfinalisten ausspielen.

Vorrunde A

ernst02Wie es zumeist ist, so war auch in Düsseldorf die Vormittagsgruppe die vermeintlich schwächer besetzte. Doch direkt die erste Gruppe stach qualitativ heraus. Mit Stefan Nölle und Marco Litwak, waren zwei Zweitligaspieler vertreten, Achim Schefczyk (PBSC Bonn) schnuppert aktuell erfolgreich Regionalligaluft und auch Peter Ernst (PBC Ronsdorf), Alexander Berger (Hahnerberg Billard-Löwen) und Basri Sejdi (BSC Shooters Mettmann) gehören sicherlich nicht zu den schwächsten Spielern. Eine anspruchsvolle Gruppe, bei der möglicherweise bereits die ersten stolpern könnten. Die weiteren drei Gruppen waren ziemlich ausgeglichen besetzt.

Gruppe 1schefczyk08

Das erste Match der Gruppe führte direkt die beiden Wuppertaler gegeneinander an den Tisch. Hier behielt Marco mit 5-4 die Oberhand gegen Stefan. Damit waren die Plätze 1 und 2 bereits vergeben, denn beide gaben in der Folge keine Partie mehr ab. Allerdings konnte Nölle sich nur hauchdünn gegen Basri durchsetzen. Wie eng der Rest der Gruppe beisammen war zeigte die Rangliste zum Schluss. Die Plätze 3, 4 und 5 wiesen alle 2 Siege auf. Achim folgte den beiden Bundesligaspielern aufgrund des besseren Sekundärverhältnisses in die Zwischenrunde.

Gruppe 2

demetera03Mit Marc Glatz (BC Luxembourg) setzte sich ein ehemaliger Bundesligaspieler an die Spitze der Gruppe 2. Doch auch er blieb nicht ohne Niederlage. Ausgerechnet Angelo Demeter (PBC Köln-Süd), der am Ende den letzten Platz in der Gruppe belegte, nahm dem Luxemburger den einzigen Satz ab und zeigte im entscheidenden Moment einige sehenswerte Bälle. Philip Dergue (1. Heier PBC) und Marco Schmitt (1. PBC Rheinbach) belegten mit 3 Siegen die weiteren Plätze. Christoph Cüppers (1. PBC Neuwerk) und Osamu Miyazaki (BC Colours Düsseldorf) hatten mit 2 Siegen nur knapp das Nachsehen. Schon ein einziger Spielgewinn hätte beide in die nächste Runde bringen können.

Gruppe 3lamberti02

In Gruppe 3 gelang Michael Knirim (BSC Shooters Mettmann) mit 5 Siegen der Durchmarsch. Dahinter ging es reichlich spannend zu. Selbst der nur einen Sieg aufweisende Ingo Lamberti (BC Alsdorf) war nicht soweit von Platz 3 entfernt, wie es die Tabelle vermuten lässt. Er hatte zweimal nur mit 4-5 das Nachsehen, was ihn am Ende das Weiterkommen kostete. Mit drei Siegen erreichte auch Sebastian Arendts (PBSC Bonn) nicht die Zwischenrunde. Harald Heller (BC Colours Düsseldorf) und Nico Seidler (vereinslos) waren um ein einziges Spiel besser und durften am Sonntag weiterhin mitmischen.

demeter01Gruppe 4

Gruppe 4 unterschied sich von allen anderen Gruppen. Hier wurde die „Rangfolge“ sozusagen eingehalten. Siggi Hegde war mit 5 Siegen ganz oben, Dahinter folgten Frank Preuß (1. PBC Neuwerk, 4 Siege) und Toni Demeter (PBC Köln-Süd, 3 Siege). Ganz am Ende fand sich Petra Hoffmann wieder, die als leider einzige Dame am Turnier teilnahm.

Spielplan Gruppe A

Vorrunde B

Nachdem die erste Gruppe ziemlich planmäßig zum Ende kam, folgte um kurz nach 18:00 Uhr die Gruppe B. Hier waren noch einige Cracks mehr vertreten als am Vormittag. Immerhin waren 6 aktuelle oder ehemalige Bundesligaspieler am Start.

Gruppe 5schwarz06

In Gruppe 5 waren davon gleich 2 vertreten: Martin Steinlage und Florian Scholl). Und beide setzten sich am Ende auch sicher durch und gewannen jeweils 4 ihrer 5 Sätze. Dabei ließ Martin überraschend Federn gegen Michael Schwarz (BC Colours Düsseldorf). Dieser konnte den Überraschungserfolg allerdings nicht zum Weiterkommen nutzen und landete auf Platz 4. Der Niederländer Asiz Moussati drängte sich noch dazwischen und sicherte sich einen Platz für den Sonntag.

bertsun26Gruppe 6

Hier blieb der erste Bundesligaspieler auf der Strecke. Dennis Jansen (PBC Joker Geldern) fand nie wirklich zu seinem Spiel und musste sich am Ende mit Platz 4 begnügen. Platz 1 ging an den ungeschlagenen Klaudio Kerec (BC Oberhausen), vor Ilya Bertsun (BC Colours Düsseldorf). Er war es auch, der Dieter Sellbach (1. PBC Rheinbach) durch seinen Sieg im letzten Spiel gegen Dennis zum Weiterkommen verhalf. Bei einem Sieg des Bundesligaspielers, wäre die Vorrunde für Dieter Endstation gewesen.

Gruppe 7karadag23

Wie in den meisten anderen Gruppen, waren die Ergebnisse in der vorletzten Gruppe wechselhaft und die Endtabelle entsprechend eng. Verbandsligaspieler Kemal Karadag (BC Mantinell Erkelenz) blieb als einziger ohne Satzverlust. Dahinter folgte Marko Vogel (BSC Shooters Mettmann), der ebenso drei Siege aufwies wie André Buchholz (BC Colours Düsseldorf), der als einziger Kreisligaspieler die Zwischenrunde erreicht hatte. Der Niederländer Martin Sawicki und Theo Christoforidis (BC Colours Düsseldorf) kamen jeweils auf einen Sieg und landeten auf den Rängen 5 und 6. Platz 4 ging an Sascha Schmitz (BC Colours Düsseldorf).

dalmatin03Gruppe 8

In der letzten Gruppe hatte Favorit Karlo Dalmatin (PBC Schwerte) zum Teil mehr Mühe als erwartet. Doch einen Rückstand gegen Roland Burghoff (BC Mantinell Erkelenz) machte er wett und konnte auch Michael Cromen (vereinslos) mit 5-4 bezwingen. Mit 5 Siegen wurde er seiner Favoritenrolle also gerecht. Platz 2 ging an Michael vor Jörg Garbe (BC Colours Düsseldorf), der im allerletzten Spiel des Tages gegen Roland das Ticket für Sonntag löste und den Erkelenzer auf Platz 4 verwies.

Insgesamt hatten sich am ersten Turniertag die favorisierten Spieler behauptet, so dass am zweiten Tag mit Sicherheit einige interessanten Matches warten dürften.

Spielplan Gruppe B

Die Zwischenrunde

Ab 11:00 Uhr ging es Sonntag erneut im Gruppensystem weiter. Die 24 verbliebenen Teilnehmer spielten in 4 Gruppen zu jeweils 6 Spielern die 8 Viertelfinalisten aus. Nach der Auslosung durft5e man sagen, dass sich die Favoriten recht gleichmäßig auf die einzelnen Gruppen verteilt hatten. Einzigseidler06 Gruppe 10 dürfte ein wenig stärker eingeschätzt werden.

Gruppe 9

Spannung pur gab es in Gruppe 9. Klaudio Kerec war als Bundesligaspieler favorisiert. Dahinter war Achim Schefczyk stark einzuschätzen und bei den 4 weiteren Spielern dürfte die Tagesform entscheidend sein, ob einer davon ein Wörtchen um den Viertelfinaleinzug mitreden könnte. So kam Nico gut aus den Startlöchern, bezwang Achim und konnte 3 weitere Siege einfahren. Nur Klaudio Kerec gelang ein Sieg gegen den früheren Oberligaspieler. Klaudio zeigte nach drei Siegen ungewohnte Schwächen. So unterlag er Achim und Michael und hatte es nur seinem besseren Spielverhältnis zu verdanken, dass er als Zweiter hinter Nico ins Viertelfinale einzog.

Gruppe 10

litwakDie vermeintlich stärkste Gruppe mit den Wuppertalern Stefan Nölle und Marco Litwak an der Spitze. Dahinter mit Ilya Bertsun ein Regionalligaspieler des BC Colours, zwei starke Verbandsligaspieler mit Dieter Sellbach und Kemal Karadag und ein „Überraschungsei“ mit André Buchholz (BC Colours Düsseldorf). Leider verließ Marko nach zwei Niederlagen das Turnier. Daher wurden alle Spiele mit 0-5 gewertet. So übernahm Stefan das Kommando in der Gruppe und setzet sich mit 5 Siegen recht ungefährdet an die Spitze. Ihm folgte Kemal Karadag, der ebenso wie Dieter dreimal siegte, aber das bessere Sekundärverhältnis aufwies. Ilya vergab die Chance auf den Viertelfinaleinzug durch eine Niederlage gegen André. Der Kreisligaspieler entpuppte sich für den Regionalligaspieler durch ein 5-4 tatsächlich als „Überraschungsei“ und zugleich Stolperstein.

Gruppe 11vogel20

In Karlo Dalmatin hatte auch die Gruppe 11 einen Spieler, der ein Stückchen über dem Rest einzustufen war. Mit Marc Glatz und Marko Vogel hatten zwei weitere sicherlich ein Wörtchen um den zweiten Viertelfinalplatz mitzureden. Doch es kam dann doch ein wenig anders. Nachdem Dalmatin seine drei ersten Matches gewonnen hatte, kassierte er Niederlagen gegen Asiz Moussati und Marko Vogel und war am Ende zu zuschauen verdammt. Denn sowohl Marc als auch Marco hatten am Ende vier Siege auf dem Konto, wobei der Luxemburger sich ganz nach vorn schob. Moussati folgte dem Bundesligaspieler mit ebenfalls 3 Siegen auf Platz 4. Abgeschlagen waren Harald Heller und Toni Demeter auf den beiden folgenden Plätzen.

schollGruppe 12

In Gruppe 12 machte Florian Scholl vor Martin Steinlage das Rennen. Entscheidend für den Gruppensieg war das direkte Duell der beiden, welches Flo mit 5-4 für sich entschied. Philip Dergue landete vor Jörg Garbe, Marco Schmitt und Siggi Hegde hinter den Bundesligaspielern. Hier lief also soweit alles „nach Plan“ und ohne größere Überraschungen.

In der Zwischenrunde hatte es dann doch den ein oder anderen Favoriten erwischt. Besonders das Ausscheiden des kroatischen Internationalen Karlo Dalmatin war überraschend, wie auch das frühe Aus von Marko Litwak. Positiv war der starke Auftritt Nico Seidlers, der zum Gruppensieg vor Klaudio Kerec reichte.

Spielplan Zwischenrunde

Das Viertelfinale

Die Viertelfinalpaarungen wurden gelost. Jeder erstplatzierte bekam einen Zweiten zugelost. Dabei wurde leider nicht berücksichtigt, dass die beiden Spieler, die bereits innerhalb der Gruppenphase aufeinander getroffen waren, nicht erneut aufeinander treffen sollten. So kam es zumnoelle02 dritten Mal während des Turniers zum Duell zwischen Martin Steinlage und Florian Scholl und auch Kemal Karadag und Stefan Nölle hatten wieder das Vergnügen gegeneinander antreten zu dürfen.

Stefan Nölle vs. Kemal Karadag                      6-0
Der Satz war eine Demonstration von Stefan, der Kemal eigentlich zu keinem Zeitpunkt wirklich eine Chance ließ. Zum Schluss versäumte es Kemal sogar den Ehrenpunkt zu machen und ließ dem Bundesligaspieler eine einfach Zehn liegen.

Nico Seidler vs. Marko Vogel                          4-6
Nico hatte bisher gut gespielt und auch mit Marko hielt er gut mit. Ganz untypisch für ihn erarbeitete sich Marko den Sieg, als er bei einer 5-4 Führung ein gutes Save spielte, aus dem sich Nico nicht befreien konnte. Mit Ball in Hand schoss der Oberligaspieler dann die Partie zum Sieg aus.

kerec22Marc Glatz vs. Klaudio Kerec                          6-2
Klaudio kam auch im Viertelfinale nicht mehr richtig in Schwung. Marc spielte gut, machte allerdings auch den ein oder anderen Fehler. Diese konnte Klaudio nicht entscheidend verwerten und so kam es zur klaren Niederlage für den Oberhausener Bundesligaspieler.

Florian Scholl vs. Martin Steinlage                 4-6
Der Satz der beiden zog sich seeeehr laaaange hin. Bei beiden wollte der Spielfluß einfach nicht eintreten. Keine guten erfolgreichen Breaks, Stellungsfehler und viele Sicherheiten zogen das Spiel in die Länge. Nach dem 4-4 kam bei Martin ein wenig Fluss ins Spiel und er entschied den Satz nach viel Kampf und Krampf für sich.

Die Halbfinals

Nun ging es langsam um die Wurst. Nach zwei langen Tagen kamen die vier verbliebenen Spieler dem Finale und dem Turniersieg immer näher. Einigesteinlage26 der großen Favoriten waren bereits nicht mehr im Turnier. Nun mussten die Halbfinalisten zeigen, ob es auch für mehr als die Vorschlussrunde reichen sollte.

Stefan Nölle vs. Marko Vogel                          6-4
Stefan fing dort an, wo er gegen Kemal aufgehört hatte. Doch ihm unterlief auch der ein oder andere Fehler, so dass Marko die Chance erhielt heranzukommen. Von den Zuschauern hatte aber niemand wirkliche Zweifel am Finaleinzug des Wuppertalers, der dann auch verdient den Sieg eintütete.

Marc Glatz vs. Martin Steinlage                      2-6
Nach dem Marathonmatch gegen Florian benötigte Martin eine kurze Pause, bevor es weiterging. Nun ging dem Zweitligaspieler einiges leichter von der Hand. Auf der anderen Seite hatte Marc Glatz die lange Spielpause scheinbar nicht ganz so gut getan. So kam es schließlich zum ungefährdeten Sieg Martins.

Das Finale

Im Finale trafen nun diesieger2 beiden aktuellen Zweitligaspieler Stefan Nölle und Martin Steinlage aufeinander. Beide hatte man bereist von vorneherein auf dem Zettel stehen, wenn es um den Turniersieg ging. Nach den gezeigten Leistungen war Stefan favorisiert. Doch im Finale kann sich ja so einiges ändern.

Stefan Nölle vs. Martin Steinlage                    5-3
Doch das war in diesem Finale nicht der Fall. Es war ein umkämpftes Spiel, mit Fehlern auf beiden Seiten – was nach dem langen Tag absolut nicht verwunderlich war – und am Ende hatte Stefan mit 5-3 die Nase vorn. Die beiden hatten sich darauf geeinigt, das Ausspielziel zu kürzen, da die Zeit doch um einiges vorangeschritten war. Neben dem Preisgeld kassierte Stefan 630 Punkte für die Rangliste der German Tour.

Das Turnier war insgesamt gelungen, es gab viel Lob für die Veranstaltung, aber auch kritische Worte fehlten nicht. Im kommenden Jahr gilt es daran zu arbeiten, die gemachten Fehler abzustellen und sich in einigen Dingen zu verbessern. Ein Dankeschön an alle Teilnehmer – wir hoffen euch im kommenden Jahr wiederzusehen – und natürlich an alle Helfer, insbesondere an Melanie Brüsseler und Jörg Garbe.

Bericht Westdeutsche Zeitung 07.04.2015
Bericht Rheinische Post 08.04.2015
Bericht Stadt-News
Bericht Neue Rhein Zeitung 09.04.2015

   
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