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 Ausgabe Nr. 32
   

6 Punkte zum Saisonende

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Zum Abschluss der dritten Spielzeit der Regionalliga Nordwest hatte das Colours-Team mit den bereits abgestiegenen Mannschaften aus Rösrath und Düren zwei vermeintlich leichte Gegner vor der Brust. Doch gegen diese Konkurrenz hatte das Quartett in dieser Spielzeit die entscheidenden Punkte gelassen: Gegen die beiden weiteren Absteiger BC Schalke und Young Guns Krefeld wurden insgesamt nur 5 von 12 möglichen Punkten eingefahren. (Bilder nun online))

Die Rösrather traten dieses mal fast in Bestbesetzung an, was über die gesamte Spielzeit gesehen ja nicht immer da Fall war: Mit Matthias Blehs, Markus Dahm und Gerald Müller stand den Colours eine schlagkräftige Truppe gegenüber. Der Vierte im Bunde war an diesem Samstag Frank Vogt.  

Die Düsseldorfer hatten dieses Mal ein wenig umgestellt. Da man Ersatzmann Frank Vogt als ersten 14.1-Spieler vermutete spielte nicht Kevin, sondern Pravin das Auftakt 14.1. Hier die Aufstellung der Hinrunde: 

14.1e    Frank Vogt       –   Pravin Zipperer

8-Ball    Matthias Blehs   -   Marco Litwak

9-Ball    Gerald Müller     -   Martin Steinlage

10-Ball  Markus Dahm   -   Kevin Becker 

Zwischen Litwak und Blehs kam es also zur Revanche des ersten Spieltages. Da hatte Marco sein fast schon gewonnenes 8-Ball gegen Blehs nach einer 2-0 Satzführung und Matchball noch in den Sand gesetzt. Und auch dieses Mal ging es wieder knapp zu. Erst im 5. Satz sollte das Match der beiden entschieden werden. 

Dagegen ging es im 9-Ball richtig schnell. Müller überrannte Martin förmlich und ließ dem Düsseldorfer Captain nur ein einziges Spiel: 3-0, 3-1, 3-0 hieß es am Ende für den Rösrather. 

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Zeigte eine starke Leistung: Gerald Müller vom RBC

Nicht ganz so glatt lief es zwischen Dahm und Becker ab. Becker dominierte die Sätze 1 und 2 und konnte den dritten Satz ebenfalls für sich entscheiden. Mit 3-2 endete dieser aber knapper als die vorangegangenen: 3-1, 3-0, 3-2 hieß es am Ende. 

Schwierigkeiten hatte unerwarteter Weise Pravin Zipperer mit Vogt. Trotz einer Höchstserie von 42 Bällen konnte Pravin das Match nicht nach Hause bringen. 125-95 lautete das Endergebnis zu Gunsten des Rösrathers. 

So langen die favorisierten Gäste urplötzlich mit 1-2 im Hintertreffen. Marco hatte die Sätze 1 und 3 verloren, und Satz 2 mit 3-2 für sich entschieden. Und die beiden Protagonisten gestalteten das Match weiterhin spannend. Die beiden folgenden Sätze konnte Litwak mit 3-2 gewinnen. Nur der erste Satz ging mit 3-1 nicht über die volle Distanz.

Alles in allem ein bisher sehr ausgeglichenes Match zwischen den zu Saisonbeginn eher im Vorderfeld der Liga erwarteten Rösrathern und dem Tabellenzweiten aus der Landeshauptstadt. 

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Besorgte den wichtigen Ausgleich zur Halbzeit: Marco Litwak (Bild: Ralf Maaßen)


Die Rückrunde gingen die Colours dann wie erwartet an: 

14.1e    Matthias Blehs  -   Kevin Becker 

8-Ball    Gerald Müller    -   Martin Steinlage 

9-Ball    Markus Dahm   -   Marco Litwak 

10-Ball  Frank Vogt        -   Pravin Zipperer 

Pravin nahm im 10-Ball schnelle Revanche gegen Vogt. 0-3, 1-3, 1-3 – Spiel vorbei! Der dritte Punkt war damit zügig eingefahren. Die anderen Spiel waren allerdings alle noch offen. 

Martin gewann den ersten Satz gegen Müller mit 3-2, während Litwak diesen im 9-Ball gegen Dahm abgeben musste. Während Marco immer besser ins Match kam und die folgenden Sätze 3-2 und 3-1 für sich entschied, waren die Spiel zwischen Gerald und Martin hart umkämpft. Einem 3-2 für Müller folgte ein 3-1 für Steinlage. Es sah also gut aus für die Colours, zumal auch Kevin sich auf dem Weg Richtung Sieg befand. 

Litwak machte den Sieg im vierten Satz perfekt, den er zu null gewann. Martin musste dagegen mit anschauen, wie Müller zum 2-2 ausglich und auch den fünften Satz mit 3-1 für sich entschied. 

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Hatte auch im zweiten Satz des Tages das Nachsehen: Matthias Blehs (Bild: André Buchholz)

Doch auf Kevin Becker war Verlass. Er hatte den Topspieler der Rösrather Matthias Blehs jederzeit im Griff und siegte recht problemlos 125-62. Der Grundstein für einen guten Saisonabschluss war also gelegt. Nun sollte natürlich auch das zweite Wochenendspiel gegen Düren noch siegreich beendet werden.

Spielplan Rösrather BC vs. BC Colours Düsseldorf

Am Sonntagmorgen machte sich das Quartett dann auf die Reise zum letzten Spiel der regulären Saison. In bewährter Aufstellung gingen die Düsseldorfer das Spiel gegen den Tabellenvorletzten an. 

14.1e    Armin Pesch            -    Kevin Becker

8-Ball    Sascha Hühnerbein -    Marco Litwak 

9-Ball    Stephan Wergen     -    Martin Steinlage

10-Ball  René Franzen          -    Pravin Zipperer 

Armin stand gegen Kevin heute auf verlorenem Posten. Der Senior der Dürener, der bislang eine ordentliche Saison gespielt hatte, konnte dem Starspieler aus Düsseldorf nicht genügend entgegensetzen, um diesen zu stoppen. Nach 6 Aufnahmen beendete Kevin das Spiel mit 125-37. 

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Litwak hatte nur im ersten Satz Probleme mit Hühnerbein. Den Satzverlust verdaute er jedoch gut und die drei folgenden Sätze gingen 1-3, 1-3 und 0-3 an den Gast.

Ähnlich verlief das Match zwischen Wergen und Steinlage. In den beiden ersten Sätzen gab Steinlage kein Spiel ab, gönnte sich dann ein kurze Auszeit und musste nach einem 3-1 für Wergen in den vierten Satz gehen. Dort hieß es dann erneut 1-3 für Steinlage. Damit lagen die Colours bereits mit 3-0 vorn.

Pravin kam gegen Franzen gar nicht klar. Nur den dritten Satz konnte er ausgeglichen gestalten und diesen sogar 3-2 gewinnen. Die restlichen Sätze gingen deutlich an den ehemaligen Bundesligaspieler. Mit einer 3-1 Führung konnten die Colours trotz Pravins Niederlage beruhigt in die letzte Halbzeit der Saison gehen.

Eine starke Vorstellung Beckers endete in einem souveränen Sieg: Bild: Ralf Maaßen)

14.1e    René Franzen         -    Pravin Zipperer

8-Ball    Armin Pesch            -    Kevin Becker 

9-Ball    Sascha Hühnerbein -    Marco Litwak 

10-Ball  Stephan Wergen     -   Martin Steinlage 

Unerwartet hatten die Gäste umgestellt. Mit Martin Steinlage spielte der erfolgreichste 8-Ball Spieler der Liga 10-Ball und Kevin Becker übernahm die 8-Ball Partie gegen Routinier Armin Pesch. Und prompt musste er auch den ersten Satz abgeben. Doch anschleißend lief das Match fast ausschließlich in seine Richtung. 3-2, 0-3, 2-3 und 0-3 endeten die Sätze zu Gunsten Beckers. 

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Schneller Erfolg in drei Sätzen für den Düsseldorfer Mannschaftsführer Martin Steinlage

 

Litwak machte es gegen Hühnerbein schnell und schmerzlos in 3 Sätzen. Und auch Steinlage gewann sein Spiel in nur 3 Sätzen. Dies waren allerdings enger: 2x 2-3 und 1x 1-3 lauteten die Ergebnisse. Der Sieg der Colours stand also schon fest. 

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Ging heute leer aus: Pravin Zipperer unterlag auch im zweiten Match gegen René Franzen

Wie schon gestern schaffte es Pravin nicht trotz einer Serie von 35 Bällen das Spiel zu gewinnen. Franzen punktete konstanter und Pravin blieben wie am gestrigen Tag nur 95 Bälle. Mit 6-2 beendeten die Colours das letzte Spiel erfolgreich.

Spielplan PBC Phönix Düren vs. BC Colours Düsseldorf

Abschlusstabelle Regionalliga Nordwest

Das eigentliche Ziel Aufstieg in die 2. Bundesliga wurde allerdings bereits vorher verspielt. Ausgerechnet gegen die „Kellerkinder“ hatte das Team reichlich Punkte gelassen, während man der direkten Konkurrenz aus Dortmund gleich 4 Punkte klauen und dem Meister die einzige Niederlage zufügen konnte. Die Hoffnung über eine Relegationsrunde mit den drei anderen Regionalligazweiten den Aufstieg im „Nachsitzen“ zu erreichen ist wohl eher gering. Der Rückzug eines Bundesligateams ist derzeit nicht abzusehen. So können sich die Colours auf eine weitere Saison in der Regionalliga einstellen.

Diese wird dann ohne Marco Litwak in Angriff genommen, der nach einem Jahr auf der Reisholzer Werftstr. Den Verein Richtung Wuppertal verlässt, dem Verein also, mit dem er ein Jahr zuvor in die höchste deutsche Spielklasse aufgestiegen war. Die Verantwortlichen des Vereins arbeiten derzeit fieberhaft daran einen adäquaten Ersatz zu finden. Nach Möglichkeit will man versuchen einen gestandenen 14.1-Spieler zu finden, so dass Pravin Zipperer wieder seine altbewährten Kurzballdisziplinen spielen kann und das Team nicht nur stärker, sondern vor allem in der Mannschaftsaufstellung flexibler wird, um in der kommenden Spielzeit wirklich den Aufstieg zu schaffen.

 

   
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